Wenn sich an Halloween plötzlich ein Verstorbener bemerkbar macht.
Halloween.
Für die einen bedeutet das Kürbisse, verkleidete Kinder und Süssigkeiten, für andere gehören Hexen, Geister und Geschichten über das Übersinnliche dazu. Und dann gibt es da noch eine alte Vorstellung, die jedes Jahr um diese Zeit wieder auftaucht:
An Halloween soll der Schleier zwischen unserer Welt und der Welt der Verstorbenen besonders dünn sein.
Aber woher kommt diese Idee eigentlich?
Halloween hat unter anderem Wurzeln im keltischen Samhain, einem Fest rund um das Ende der Ernte und den Übergang in die dunklere Jahreszeit. In den Überlieferungen rund um Samhain findet sich auch die Vorstellung, dass die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Verstorbenen zu dieser Zeit durchlässiger wird und Verstorbene oder Ahnen leichter mit den Lebenden in Kontakt treten können.
Ob man diese Vorstellung nun spirituell, religiös oder einfach als Teil unserer Kultur betrachtet, ich finde den Gedanken sehr schön. Denn gerade rund um Halloween und Allerheiligen denken viele Menschen bewusster über diejenigen nach, die nicht mehr bei uns sind.
Wenn plötzlich etwas Vertrautes auftaucht
Vielleicht kennst du so einen Moment selbst.
Du sitzt zu Hause und plötzlich riechst du das Parfum, das dein verstorbener Mann immer getragen hat. Macht keinen Sinn, und du rationalisierst es weg, aber trotzdem fühlt es sich an als wäre er bei dir.
Oder im Radio läuft ausgerechnet das Lied, das deine verstorbene Mutter immer geliebt hat. Vielleicht hast du es jahrelang nicht gehört und genau in diesem Moment läuft es. Zufall, mehr ist das nicht…oder?
Natürlich kann es dafür auch eine ganz normale Erklärung geben. Düfte können Erinnerungen auslösen und Musik wird von Radiosendern gespielt. Das allein beweist noch keinen Kontakt zu einem Verstorbenen. Aber für den Menschen, der diesen Moment erlebt, kann er sich trotzdem ganz besonders anfühlen.
Und genau solche Erlebnisse finde ich spannend.
Denn nicht jeder Mensch, der einen solchen Moment erlebt, beschäftigt sich mit spirituellen Themen, ist Halloweenfan, oder Hypersensibel. Man muss keine Erfahrung mit spirituellen Themen haben und auch keine Ausbildung in diesem Bereich besitzen. Manchmal passiert einfach etwas, das uns für einen Augenblick innehalten lässt und uns sehr deutlich an einen Menschen erinnert, den wir vermissen.
Muss man dafür auf Halloween warten?
Nein.
Wenn du mich als Medium fragst, würde ich nicht sagen, dass Verstorbene nur an Halloween Kontakt aufnehmen können. Auch wenn die Vorstellung vom «dünnen Schleier» zu dieser Jahreszeit besonders bekannt ist, kann eine Verbindung zu einem verstorbenen Menschen zu jeder Zeit entstehen.
Allerdings kann es sein, dass wir gerade um diese Jahreszeit aufmerksamer dafür sind. Halloween, Allerheiligen und der Beginn der dunkleren Jahreszeit schaffen einen Rahmen, in dem wir uns eher mit Tod, Vergänglichkeit und unseren Verstorbenen beschäftigen. Und vielleicht macht genau das einen Unterschied.
Vielleicht lohnt es sich, an Halloween einmal genauer hinzuhören
Ich glaube nicht, dass wir an Halloween nun alle darauf warten sollten, dass ein verstorbener Angehöriger durch die (spirituelle) Tür kommt. Das wäre auch gar nicht der Sinn.
Aber vielleicht können wir die besondere Stimmung dieser Zeit nutzen, um uns bewusst an die Menschen zu erinnern, die zu unserem Leben gehört haben. Für mich ist das Schöne daran, dass wir nicht jeden solchen Moment sofort erklären müssen. Manchmal reicht es, ihn wahrzunehmen und zu schauen, was er in uns auslöst.
Gerade an Halloween, wenn sich ohnehin alles ein bisschen mehr um die Grenze zwischen Leben und Tod dreht, dürfen wir uns diese Offenheit erlauben.
Ich bin natürlich gerne für dich da, wenn du einen Jenseitskontakt buchen möchtest.
Alles Liebe,
Ursula