Heilstein des Monats September: Jaspis

Der September ist für mich immer ein etwas besonderer Monat. (Und das nicht nur weil am 1. September meine Tochter immer wieder nörgelt, dass sie noch immer auf die Einladung in eine gewisse Zauberschule wartet!) Der Sommer ist noch nicht ganz vorbei, aber man merkt bereits, dass sich etwas verändert. Die Tage werden langsam kürzer, die Natur beginnt sich auf den Herbst vorzubereiten und auch wir Menschen finden nach den Ferien häufig wieder etwas mehr in unseren Alltag zurück.

Für diesen Monat habe ich einen Stein ausgesucht, der wunderbar zu dieser Zeit passt: den Jaspis.

Auch diesen Monat habe ich wieder eine kurze Sprachnachricht vorbereitet.

 
Heilstein des Monats: Jaspis
Ursula Baumgartner
 

Kein Jaspis sieht aus wie der andere

Wenn du bisher nur einen roten Jaspis gesehen hast, wirst du vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich dieser Stein aussehen kann.

Es gibt beispielsweise roten Jaspis mit dunklen oder hellen Einschlüssen, grünen Jaspis, gelbe und braune Varianten, Landschafts- oder Bilderjaspis mit beinahe gemalten Mustern, Dalmatinerjaspis mit seinen schwarzen Punkten (Cruella de Ville lässt grüssen!) und den mehrfarbigen Mookait. Auch der Ozeanjaspis kann in ganz unterschiedlichen Grün-, Rosa-, Violett- und Weisstönen erscheinen.

Die spirituelle Bedeutung

In der Steinheilkunde und verschiedenen spirituellen Traditionen wird Jaspis häufig mit Erdung, Ausdauer und innerer Stärke verbunden.

Er wird auch als «Stein der Ausdauer» bezeichnet. Ihm wird nachgesagt, dass er dabei unterstützen kann, bei etwas dranzubleiben, auch wenn der Weg nicht ganz einfach ist. Ebenso wird ihm eine erdende Qualität zugeschrieben, die manche Menschen mit innerer Ruhe, Stabilität und einem stärkeren Vertrauen in sich selbst verbinden.

Gerade diese Eigenschaften machen den Jaspis für mich zu einem schönen Begleiter für Zeiten, in denen man viel vor sich hat.

Vielleicht hast du ein Projekt begonnen, das länger dauert als gedacht (wer kennt es nicht…), oder du stehst vor einer stressigen Entscheidung. In solchen Situationen könnte ein Jaspis für manche Menschen eine schöne symbolische Unterstützung sein.

Jaspis und Selbstvertrauen

Besonders die erdende Seite des Jaspis wird in der spirituellen Steinlehre häufig mit Selbsterkenntnis und Selbstvertrauen verbunden. Verschiedenen Jaspisarten werden dabei unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben. Roter, brauner und Picasso-Jaspis werden beispielsweise mit der Verbindung zur eigenen Natur und einem besseren Verständnis für sich selbst in Verbindung gebracht.

Auch Mut und Willenskraft gehören zu den Themen, die man immer wieder findet, wenn man sich mit der spirituellen Bedeutung des Jaspis beschäftigt.

Denn manchmal braucht es gar keinen grossen Neuanfang. Manchmal braucht es einfach die Bereitschaft, den nächsten Schritt zu machen.

Wie kannst du Jaspis verwenden?

Jaspis lässt sich sehr unkompliziert in den Alltag integrieren. Viele tragen ihn als Schmuckstück, beispielsweise als Anhänger, Armband oder Ring. Andere legen einen Trommelstein auf den Schreibtisch, auf den Nachttisch oder an einen Ort, an dem sie ihn regelmässig sehen können. Auch bei Meditationen wird Jaspis gerne verwendet, besonders der rote Jaspis.

Achte dabei immer darauf, dass nicht in den Stein gebohrt wurde. Dies minimiert oder zerstört sogar die Heilwirkung der Steine. Wenn du aber den Stein nur für optische Zwecke willst, oder nicht an eine Wirkung des Steins glaubst, dann spielt es absolut keine Rolle.

Du kannst ihn während einer Meditation einfach in der Hand halten und deine Aufmerksamkeit für einige Minuten auf den Stein richten.

Jaspis reinigen und aufladen

Auch bei der Pflege möchte ich wieder daran erinnern, dass es verschiedene spirituelle Vorstellungen gibt. Du musst nicht jede davon übernehmen. Such dir die Methode aus, die sich für dich richtig anfühlt.

Für die äussere Reinigung kannst du Jaspis vorsichtig mit lauwarmem Wasser und etwas milder Seife reinigen, besonders wenn sich Rückstände von Haut oder Kosmetik auf der Oberfläche befinden. Anschliessend sollte er mit einem weichen, fusselfreien Tuch abgetrocknet werden.

Wenn du deinen Jaspis energetisch reinigen möchtest, werden unter anderem Räuchern mit Salbei oder Palo Santo, das Auflegen auf Erde oder die Reinigung mit den Schwingungen einer Klangschale genannt.

Zum Aufladen werden Sonne oder Mondlicht empfohlen. Bei direktem Sonnenlicht würde ich allerdings etwas Vorsicht walten lassen. Besonders intensive Mittagssonne kann bei manchen Steinen zu Farbveränderungen führen.

Ein kleiner Hinweis beim Kauf

Durch die vielen verschiedenen Farben und Muster kann Jaspis leicht mit anderen Gesteinen verwechselt oder nachgeahmt werden. Gerade bei ungewöhnlichen Farbgebungen ist es deshalb sinnvoll, bei seriösen Händlerinnen und Händlern zu kaufen, denen du vertraust.

Und auch hier gilt: Ein besonders teurer Stein ist nicht automatisch ein «besserer» Stein. Wenn dir ein kleines Stück Jaspis gefällt und du gerne mit ihm arbeiten möchtest, dann ist das vollkommen ausreichend.

Mein persönlicher Gedanke zum September

Der Jaspis erinnert mich an etwas, das wir Menschen manchmal vergessen.

Wir müssen nicht jeden Tag voller Energie sein. Wir müssen nicht immer wissen, wohin wir gehen. Und wir müssen auch nicht ständig etwas Neues beginnen.

Manchmal ist es genauso wichtig, stehenzubleiben, tief durchzuatmen und zu wissen: Ich bin noch hier. Ich habe schon einiges geschafft. Und ich kann den nächsten Schritt gehen, wenn ich bereit dafür bin.

Nachdem ich dir den Jaspis etwas näher gebracht habe, hoffe ich, dass du genauso viel Freude an diesem vielseitigen Stein hast wie ich. Ich freue mich schon auf den nächsten Monat und den nächsten Stein in unserer kleinen Reihe.

Alles Liebe,
Ursula

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Willkommen, September — Zeit der Veränderung